Schwerpunkte in Forschung und Lehre

  • Geschichte des Spiels in Indien, insbesondere des Akṣadyūta und des Schachspiels
  • Stellung der Frau in der indischen Kultur
  • altindische Sexualwissenschaft
  • Hijras im heutigen Indien und in Pakistan

Curriculum Vitae

  • Studium der Indologie, Sinologie, Indischen Kunstgeschichte und Orientalistik in München. 1980: Einjähriger Forschungsaufenthalt als Stipendiatin des DAAD in Indien an der Jawaharlal-Nehru-Universität in Delhi und an der Hindu University in Benares
  • 1982-1992: zahlreiche Indien- und Pakistanaufenthalte; Leitung von 25 Reisen nach Indien und Pakistan für die Studienreisen-Veranstalter Studiosus und Klingenstein, beide München
  • Assistentenzeit in München
  • Promotion (1982) und Habilitation (1994) in München
  • 1994-1998 Vertretung einer C3-Professur in München
  • 1998-1999 Vertretung des Lehrstuhls für Indologie und Iranistik in München
  • seit 1999 Privatdozentin

Publikationen (Auswahl)

  • Im Druck (2011): Hijras: Indiens und Pakistans drittes Geschlecht und seine Inszenierung von Körper, Geschlecht und Sexualität. In: Stephan Köhn und Heike Moser (Hg.): Frauenbilder/Frauenkörper. Inszenierungen des Weiblichen in den Gesellschaften Süd- und Ostasiens. Wiesbaden 2011. Ca. 20 Seiten.
  • Im Druck (2011): Nicht Mann, nicht Frau. Hijras: Indiens und Pakistans „drittes Geschlecht“. Erscheint 2011 in einer Festschrift der Universität Innsbruck. Ca. 18 Seiten.
  • Eigenartige Begebenheiten der dritten Art. Indien und Pakistan erkennen juristisch ein „drittes Geschlecht“ an. In: Neue Zürcher Zeitung, 24.8.2010, Feuilleton.
  • Devadasis, Dienerinnen der Götter. „Tempelprostitution“ in Indien. In: Tempelprostitution im Altertum. Fakten und Fiktionen. Herausgegeben von Tanja S. Scheer unter Mitarbeit von Martin Lindner. Berlin 2009, S. 377-401.
  • Nahrungstheorien und Speisegebote im Hinduismus. In: Koscher&Co. Über Essen und Religion. Herausgegeben von Michal Friedlander und Cilly Kugelmann. (Katalog zur gleichnamigen Ausstellung.) Jüdisches Museum Berlin, Berlin 2009, S. 248-267.
  • War, Peace and Chess. Bana’s References to “Terracotta Chessmen” and “Discourses on War” in the Harshacarita. In: Asiatische Studien, Études Asiatiques, LXII, 2, Bern u. a. 2008, S. 563-573.
  • War, Peace and Chess. Bana`s References to “Terracotta Chessmen” and “Discourses on War” in the Harshacarita. In: Journal of the Oriental Institute of Baroda, Varodara, Vol. LVIII, September-December 2008, Edited by M. L. Wadekar, S. 69-78.
  • Early Terracottas from Kanauj. Chessmen? In: South Indian Archaeology 1999. Proceedings of the Fifteenth International Conference of the European Association of South Asian Archaeologists, Leiden 1999. Groningen 2008, S. 363-374.
  • Early Terracottas from Kanauj: Chessmen? In: Journal of the Oriental Institute of Varodara (Baroda), Vol. LV 2006-2007, Edited by Mukund Lalji Wadekar, S. 77-92.
  • Astapadanam Caturangakalpana: Banas Erwähnung des Schachspiels im Harshacarita. In: Asiatische Studien, Ètudes Asiatiques, Bern u. a. LIX, 2, 2005, S. 581-591.
  • Trtiiyaa prakriti. Das „Dritte Geschlecht“ im alten Indien. In: Asiatische Studien, Ètudes Asiatiques, LVII,1, Bern u. a., 2003, S. 63-120.
  • Akshamala -Tasbih- Rosenkranz. Die indische Gebetskette und ihr Weg um die Welt. In: Jörg Ahrnt, Kugeln, schwebend. Kataloge der Franckeschen Stiftungen zu Halle 10, 2002, S. 11-14.
  • Early Terracottas fromKanauj: Chessmen? In: Asiatische Studien, Ètudes Asiatiques LV, 2,2001, Bern u. a. 2002, S. 381-414.
  • „Weibliche Seele, männlicher Leib. Hijras: Indiens und Pakistans drittes Geschlecht. In: Neue Zürcher Zeitung, 22.10.2002.
  • Poesie für Mutter Indien. Indiens Premierminister Atal Bihari Vajpayee als Dichter. In: Frenkfurter Rundschau Nr. 56, 7.3.2002, Feuilleton S. 17.
  • „Ein Unglück ist die Tochter“Zur Diskriminierung des Mädchens in alten und im heutigen Indien. Wiesbaden 2001.
  • „Hindu jivan, Hindu tanman …“ Zur Dichtung des indischen Premierministers Atal Bihari Vajpayee.“ In: Tofah-e Dil, Festschrift Helmut Nespital, herausgegeben von Dirk W. Lönne, Reinbek 2001, S. 545-560.
  • Kanauj, die Maukharis und das caturanga. Der Ursprung des Schachs und sein Weg von Indien nach Persien. Förderkreis Schach-Geschichtsforschung e. V., Kelkheim/Ts. 2001.
  • Indiens Frauen zwischen Tradition und Moderne: Aufbruch, Stagnation und Rückschritt. In: Indiens Religionen und die Rolle der Frau, Symposium vom 6.10.2001, Stiftung Entwicklungs-Zusammenarbeit Baden-Württemberg, S. 26-44.
  • Early Terrcottas from Kanauj: Chessmen? In: Asiatische Studien, Études Asiatiques, Bern u. a., LV,2,2001, S. 381-413.
  • Der Census of India 2001. Frauenrelevante Daten: Ein neuer Trend? In: Studien zur Indologie und Iranistik, Band 23, Reinbek 2002, S. 131-141.
  • Das heilige Essen – Das Heilige essen. Religiöse Aspekte des Speiseverhaltens im Hinduismus. In: Perry Schmidt-Leukel (Hg.): Die Religionen und das Essen. Kreuzlingen 2000, S. 97-144.
  • King Sharvavarman Maukhari of Kanauj: Did He Convey Chess to Khusrau Anushirvan, the Sassanid? In: New Aspects of History of Orissa, Ed. P.P.Mishra, Dept. of History, Sambal University, Orissa 2000, S. 12-24.
  • Der Standpunkt Indiens und seiner muslimischen Bevölkerungsgruppe zum Kosovo-Konflikt. In: Bernd Rill (Hg.): Die islamischen Staaten und ihr Verhältnis zur westlichen Welt. Hanns Seidel Stiftung, Akademie für Polotik und Zeitgeschehen, München 2000, S. 33-42.
  • Anmerkungen zum Ballspiel in Indien. In: Berliner Indologische Studien, Band 13/14, 2000, S. 231-252.
  • Die Tragik der Tradition: Mitgift und Mitgiftmorde im heutigen Indien. In: Beiträge des Südasien-Instituts der Humboldt-Universität zu Berlin, Heft 11, 1999, S. 73-106.
  • Zur Kenntnis der „Gräfenberg-Zone“ und der weiblichen Ejakulation in der altindischen Sexualwissenschaft. In: Sudhoffs Archiv, Zeitschrift für Wissenschaftsgeschichte, Band 83, Heft 2, Stuttgart 1999, S. 171-190.
  • Die Formengleichheit der Figuren „König“ und „Berater“im indischen Schach. In: Arabisch-Islamische Schachfiguren. Kelkheim/Ts. 1999, S. 12-24.
  • Siva und Parvati beim Spiel. Ein Relief aus dem Münchener Museum für Völkerkunde. In: Mare Erythraeum II (1998): Indien, Reigen der Götter, Staatliches Museum für Völkerkunde München. S. 143-149.
  • Materie, Göttin, Frau: Zur Vorstellung des Weiblichen im indischen Denken, dargestellt anhand ausgewählter sivaitischer Puranas. In: Manfred Hutter (Hg.): Die Rolle des Weiblichen in der indischen und buddhistischen Kulturgeschichte, Graz 1998, S. 185-220.
  • Spiele der Menschen – Spiel der Götter. Gestalt und Bedeutung des Spieles im alten Indien. In: Stanca Scholz-Cionca (Hg.): Japan. Reich der Spiele, München 1998, S. 47-83.
  • Siva und Parvati beim Spiel. Eine Untersuchung literarischer und bildlicher Quellen. In: Berliner Indologische Studien (Freie Universität Berlin), Berlin 1998, S. 389-433.
  • Objekt des Begehrens – Objekt des Abscheus. Zum Bild des weiblichen Körpers in ausgewählten altindischen Texten. In: Asiatische Studien, Études Asiatiques, Bern u. a. LII,1,1998, S. 193-259.
  • Das aksadyuta in epischer Zeit sowie Anmerkungen zur Verwendung der aksa-s im Ritual. In: Studien zur Indologie und Iranistik, Reinbek, Band 21, 1997, S. 235-291.
  • Yudhisthira in der sabha. Das aksadyuta im Mahabharata. In: Festschrift für Dieter Schlingloff. Reinbek 1996, S. 269-285.
  • Caturanga: Anmerkungen zu Alter, Ursprung und Urform des Schachs. In: Beiträge des Südasien-Instituts der Humboldt-Universität zu Berlin Heft 8, 1995, S. 63-108.
  • dyuta, krida, lila. Gestalt und Bedeutung des Spieles im alten Indien. Unveröffentlichte Habilitationsschrift, 400 Seiten.
  • Das altindische Spiel mit den sara-s – Ein Vorläufer des Backgammon und des Trick-Track? In: Beiträge des Südasien-Instituts der Humboldt-Universität zu Berlin, Heft 7, 1994, S. 85-131.
  • Neue Erkenntnisse zum Schachspiel in Indien. In: Einsichten. Forschung an der LMU München, 1994, Heft 2, S. 36-37.
  • Das Fell des krsnasara im Ritual der Nambudiri-Brahmanen. In: Beiträge des Südasien-Instituts der Humboldt-Universität zu Berlin, Heft 7, 1994, S. 133-137.
  • Kalidasas Kumarasambhava aus dem Sanskrit übertragen und unter Berücksichtigung des Kommentares von Mallinatha mit erläuternden Anmerkungen versehen. Reinbek 1993. 371 Seiten.
  • Das caturanga im Manasollasa und einige Bemerkungen zum Schach in Indien. In: Beiträge des Südasien-Instituts der Humboldt-Universität zu Berlin, Heft 6, 1993, S. 93-132.
  • Draupadi in der sabha. Rajasvala, ekavastra, prakirnekesi. In: Beiträge des Südasien-Instituts der Humboldt-Universität zu Berlin, Heft 4, 1993, S. 113-142.
  • Das rituelle und das profane Ritzen der Erde in der altindischen Literatur und Kunst. In: Studien zur Indologie und Iranistik, Band 18, Reinbek, S. 251-304.
  • Zur Bedeutung des krsnasara (Antilope cervicapra) und des ruru (Cervus d. duvauceli) im Alten Indien. In: Beiträge des Südasien-Instituts der Humboldt-Universität zu Berlin, Beiträge des Südasien-Instituts der Humboldt-Universität zu Berlin, Heft 2, 1992, S. 93-156.
  • Die Flora Altindiens in Literatur und Kunst. Dissertation. Erschienen im Selbstverlag, 775 S.

Projekte

  • Forschungen zu nordindischen Terrakotten aus den ersten nachchristlichen Jahrhunderten, bei denen es sich um Schachfiguren handeln könnte; Besuche in den Museen von Kanauj, Ahicchattra und Lucknow, in denen sich zahlreiche Terrakotten befinden, sind für den Winter 2000/2001 geplant. Zusammenarbeit mit einem deutschen Sammler, der einen möglichen "Springer" und andere Terrakotten der Gupta- und Post-Gupta-Zeit besitzt, bei denen es sich um Schachfiguren handeln könnte. Vorstellung der Forschungsergebnisse auf dem Kongreß der European Association of South Asian Archaeology in Paris im Juli 2001. (Eine weitgehend fertiggestellte Arbeit über den Weg des Schachs von Indien nach Persien erscheint im Herbst, sie wird veröffentlicht vom Förderkreis Schach-Geschichtsforschung, Kelkheim/Ts. Titel: Kanauj, die Maukharis und das caturanga.)
  • Fertigstellung einer umfangreicheren Arbeit über indische und pakistanische "Transvestiten", sog. Hijras und Khusras. Geplant sind weitere Forschungsaufenthalte in Indien und Pakistan im Winter 2000/2001 für weitere Interviews. Die Arbeit umfaßt auch altindisches Material zu Transvestiten / Homosexuellen (Sanskrit: "klibas" und "shandas").
  • Geplante Mitarbeit als Dozentin beim Graduiertenkolleg "Postcolonial Studies", initiiert von Prof. Graham Huggan, Institut für Englische Philologie der Univ. München (Antrag bei der DFG liegt vor).
  • Im Herbst 2000 erscheint im Verlag Harrassowitz, Wiesbaden, eine Arbeit mit dem Titel: Ein Unglück ist die Tochter. Zur Diskriminierung des Mädchens im alten und im modernen Indien, 240 S. (Der Verlag stellt das Buch auf der Frankfurter Buchmesse vor.)